Das Kreisklassen-Konstrukt

Reformation der Kreisklassen

Symbolfoto: picselweb.de/Struwe
 Von Jan Bröhan 

 

LANDKREIS. Ab der kommenden Fußballsaison wird es auch im Landkreis Stade die seltene 5. Kreisklasse nicht mehr geben. Das hat Michael Koch, Vorsitzender des Kreisspielausschusses, frühzeitig kommuniziert. Nun wurde über eine Spielvariante abgestimmt.

Die Mannschaften ab der 2. Kreisklasse sollten sich für eine von zwei möglichen Staffeleinteilungen entscheiden. Die Abstimmung gewann Kochs „Lieblingsversion“. Darin kehrt die 5. Kreisklasse in der Rückrunde allerdings zurück.

Die 5. Kreisklasse war bei der Einführung im Landkreis Stade ob der Vielzahl an gemeldeten Mannschaften nötig und doch immer wieder umstritten. Denn keine Saison verging ohne Komplikationen, weil sich stets Mannschaften auflösten und während des Spielbetriebs abmeldeten.

„Eindeutig zu wenige Mannschaften“

In der kommenden Saison hätte der Kreisspielausschuss aus 17 Mannschaften eine 4. und 5. Kreisklasse zusammenstückeln müssen. „Das sind eindeutig zu wenige Mannschaften“, sagt Koch. Für eine vernünftige Saison hätten die Mannschaften jeweils drei Mal gegeneinander spielen müssen. „Das wird langweilig“, urteilt Koch. Während der vergangenen Saison waren drei Mannschaften ausgeschieden, zur jetzt kommenden Saison haben drei weitere nicht mehr gemeldet.

Eine 4. Kreisklasse mit 17 Mannschaften kam für den Spielausschuss nicht infrage, da selbst bei einem straffen Spielplan die Hinrunde im Dezember endete. Immer einzuplanende Nachholtermine würden für zu große Komplikationen für eine unterste Klasse bedeuten. Koch gab also zwei Lösungsvorschläge frei zur Abstimmung: Die 2. Kreisklasse wird auf 16 Mannschaften aufgestockt, die 3. Kreisklasse auf 15 und in der 4. Kreisklasse starten 14 Mannschaften. „Das hätte auch recht stramme Spielpläne bedeutet“, sagt Koch, im reinen Freizeitbereich ist dies so manchem zu viel.

Eine Zweidrittel-Mehrheit entschied sich für die andere Variante. 45 Mannschaften konnten abstimmen, zwei enthielten sich. Im Kreisspielausschuss war übrigens mit 2:2 eine Pattsituation. Kochs „Lieblingsversion“ setzte sich aber durch: Die 4. Kreisklasse wird in eine Nord- und Süd-Staffel aufgeteilt mit acht und neun Mannschaften. Diese spielen jeweils einmal gegeneinander. Diese einfache Serie endet etwa Mitte Oktober. Die ersten Fünf der Neuner-Staffel (Süd) und die besten Vier aus der Achter-Staffel (Nord) bleiben in der 4. Kreisklasse und spielen in Hin- und Rückrunde ihren Meister aus. Die anderen Mannschaften bilden wieder eine 5. Kreisklasse, ebenso mit Hin- und Rückrunde.

Quelle: Stader Tageblatt

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