Frauen Bezirksliga: Güldenstern beißt sich die Zähne aus


VSK bringt knappe Führung über die Zeit

Der VfL Güldenstern Stade trat beim VSK Osterholz-Scharmbeck an und musste die Heimreise ohne Punkte antreten: Die Heimelf bekam mit einem Kraftakt die 2:1-Führung trotz drückender Überlegenheit des Gastes in Halbzeit zwei ins Ziel.

Foto: S. Harneit

VSK Osterholz-Scharmbeck – VfL Güldenstern Stade 2:1

In den Anfangsminuten des Spiels bekamen beide Mannschaften kleine Abschlüsse auf das gegnerische Tor ohne jedoch gefährlich zu werden: Ein Schuss von Güldensterns Tessa-Marie Höft landete in den Armen von Eicker, auf der Gegenseite lief Abwehrchefin Natalie Beisner den Ball vor Jana Hollmann ab. In der 17. Minute schockte der Gastgeber allerdings den VfL. Judith van-Osten eroberte den Ball von Wulff und legte ab für Jana Hollmann, die den Ball über Torhüterin Von-Holt ins Tor segeln ließ. Güldenstern versuchte nun immer wieder zum Torerfolg zu kommen, aber die Abwehr der Grün-Schwarzen um Anna Niemann und Katrin Puckhaber stand sicher.

Als alle bereits mit dem Pausenpfiff rechneten, pfiff Schiedsrichter Durlach einen Freistoß für die Gäste. Lisa Dawert legte sich den Ball in 25 Meter Torentfernung zurecht und drosch ihn Richtung Tor. Eicker wollte den Ball abfangen, doch er rutschte ihr durch die Hände ins Tor zum 1:1 Ausgleich. Mit einem Remis ging es in die Pause.

Direkt nach Wiederanpfiff bekamen die Frauen von Frank Tausendfreude eine Ecke zugesprochen, die Melina Dietz von der rechten Seite in die Mitte brachte. Am ersten Pfosten verpasste Hollmann noch, aber Imke Menge stand am zweiten Pfosten goldrichtig und drückte den Ball über die Linie.

Güldenstern steckte nicht auf und kombinierte sich immer wieder vor das VSK-Tor, doch die Angriffe wurden nicht konsequent genug ausgespielt. Man merkte den Osterholzerinnen die Anstrengungen an, diese Führung zu verteidigen. Entlastungsangriffe gab es noch vereinzelt, aber die Kräfte wurden gespart, um im letzten Moment noch gegnerische Angriffe klären zu können. Coach Höft trieb seine Mädels an und sie setzten die Heimelf mächtig unter Druck. Es wurde zu einem Spiel auf ein Tor und man fragte sich nur, wann denn der Ausgleich fallen würde. Doch immer wieder gab es die eine, die letztendlich klären konnte. So bissen sich die Gäste bis zur 96. Minute die Zähne aus und versuchten mit aller Macht das zweite Tor zu erzielen. Mit dem Abpfiff des Schiedsrichters hingen die Köpfe der weiß-rot gekleideten tief und ein Jubel ging auf der Gegenseite durch die Reihen, dem aber schnell die Erschöpfung wich. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, in der bis zur letzten Minute die Führung verteidigt wurde, sicherte sich der VSK die nächsten drei Punkte.

VfL-Coach Höft war enttäuscht: „So ein Spiel darfst du nicht verlieren. Die Chancenverwertung hat uns heute einen Strich durch die Rechnung gemacht, Punkte mit nach Hause zu nehmen. Auch wenn wir die bessere Mannschaft waren – wer die Tore nicht schießt, darf sich nicht beschweren. Das Problem verfolgt uns schon die letzten Spiele, daran müssen wir unbedingt arbeiten.“

Auch sein Gegenüber Frank Tausendfreude hat den Spielverlauf ähnlich gesehen: „In der zweiten Halbzeit hat Güldenstern klar das Spiel gemacht, wir können mit diesem erkämpften Sieg mehr als zufrieden sein. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn es anders ausgegangen wäre. Diese drei Punkte hat sich meine Mannschaft wirklich erkämpft.“

Am nächsten Wochenende empfängt die Elf von Joachim Höft zu Hause den TSV Düring und der VSK reist zum TV Stemmen. Dort haben beide Mannschaften die Gelegenheit zu zeigen, dass sie an ihrer Chancenverwertung gearbeitet haben.

Bilder und Live-TV von:
Svenja Harneit

Schiedsrichter: Andreas Durlach – Zuschauer: 50
Tore: 1:0 Jana Hollmann (18.), 1:1 Lisa Dawert (45.), 2:1 Imke Menge (53.)

Quelle/Autor: FuPa/Svenja Harneit

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