Kreisliga Stade: Schlusslicht schlägt den VfL Güldenstern Stade II


LANDKREIS. In der Fußball-Kreisliga Stade konnte am gestrigen Sonntag nur auf den Kunstarsenplätzen in Estebrügge und Stade gespielt werden. Die anderen Partien fielen den widrigen Platzverhältnissen zum Opfer. In Stade gab es eine faustdicke Überraschung.

VfL Güldenstern Stade II – SV Agathenburg/Dollern 2:5

Mit einem Urschrei bejubelt A/D-Defensivmann Luca Romund sein schönes Kopfballtor zum 1:1. Foto: Lütje

Durch eine über weite Strecken sehr konzentrierte Leistung gelang dem bisherigen Tabellenletzten diese faustdicke Überraschung. Bei den favorisierten Stadern lief nicht viel zusammen. Die frühe Führung in der ersten Spielminute war im Nachhinein kontraproduktiv. Die Spieler von Trainer Fabian Schumann-Pietz dachten scheinbar schon, dass sich die Partie zu einem Selbstläufer entwickeln werde. Falsch gedacht, der Gast ließ sich nicht beeindrucken und schlug zurück.

Die Stader pennten bei einer schnell ausgeführten, kurzen Ecke, Marcel Meyer flankte, A/D-Defensivschrank Luca Romund stieg hoch und köpfte das 1:1 (9.). Keine zehn Minuten später unterstrich Nico Steingräber seine Form. Aus 25 Metern traf er wunderschön mit einem satten Rechtsschuss zum 2:1 (18.). Die Gastgeber ließen die Gäste in dieser Phase gewähren, waren immer einen Schritt langsamer und agierten in den Zweikämpfen nur halbherzig. Nach einer Ecke von Maximilian Kahrs köpfte Jannik Holthusen sogar das 3:1 (34.). „Jetzt kann es ungemütlich werden“, witzelte A/D-Torwart Daniel Lehmann kurz vor dem Beginn der zweiten Halbzeit.

Für 20 Minuten sollte Lehmann Recht behalten. Die Stader drückten auf den schnellen Anschlusstreffer, doch insbesondere Christoph Schippert hatte Pech mit zwei Schüssen, die nur knapp ihr Ziel verpassten (63. und 65.). Besser machte es dann Markus Lemmle, er tänzelte nach einer Ecke durch den Fünfmeterraum und traf zum zu diesem Zeitpunkt verdienten 2:3 (68). Drei Minuten später die vielleicht spielentscheidende Szene: Nach toller Vorarbeit von Deividas Heidtmann köpfte Fabian Wulff aus fünf Metern stark auf das A/D-Tor, aber Lehmann vereitelte sensationell das 3:3 (71.). Fünf Minuten später machte Romund per Kopfball nach einer Ecke von Maximilian Kahrs das 2:4 (76.).

Der Frust war groß. Fabian Wulff ließ sich zu einem Tritt im Mittelfeld gegen Romund hinreißen, die Rote Karte war die Folge (78.). Nach einer Ecke für Stade konterte A/D, über Holthusen und Tjark-Tizian Wagner kam der Ball mustergültig zu Marcel Meyer, 2:5 (87.). „Das war ein Tag zum Vergessen. Uns ist nichts eingefallen, wir waren einfach schlecht. Wir tun uns unnötig schwer gegen die Mannschaften aus dem Tabellenkeller“, ärgerte sich Schumann-Pietz. Glücklich war dagegen A/D-Trainer Matthias Quadt: „Es war nicht alles gut, aber insgesamt war das eine gute Leistung meiner Mannschaft.“

Durch diesen Sieg gibt A/D die Rote Laterne an die SG Lühe ab, der VfL verpasst den Sprung auf Rang zwei. Tore: 1:0 (1.) Wulff, 1:1 (9.) Romund, 1:2 (18.) N. Steingräber, 1:3 (34.) Holthusen, 2:3 (68.) Lemmle, 2:4 (76.) Romund, 2:5 (87.) Meyer.


ASC Cranz/Estebrügge – VfL Horneburg 0:2

Die Talfahrt des ASC hält unvermindert an. Die Elf von Trainer Björn Stobbe hatte durchaus ihre Möglichkeiten, vergab diese aber allesamt. „Da war von allem was dabei. Pech, Unvermögen oder der gegnerische Torwart hält stark. Das Spiel war an sich ausgeglichen, aber wir müssen unsere Chancen nutzen, sonst sind wir nicht konkurrenzfähig. Horneburg war abgeklärter und effektiv und hat am Ende verdient gewonnen“, sagte Stobbe. Tore: 0:1 (7.) Reinecke, 0:2 (47.) Duncker.

Quelle: Stader Tageblatt

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