Halbjahresbilanz der U19 – Ein Statement vom Trainer Gottschalk

Im August starteten wir das Abenteuer Niedersachsenliga.

Für das Vertrauen unseres Vorstandes möchten wir uns noch einmal Bedanken, denn man entschied sich mit der U 17 in die Liga zu starten.

Das hieß: Eine Liga höher und gegen einen bzw. zwei Jahrgänge ältere Spieler anzutreten. Ganz ohne Verstärkungen ging es aber nicht und somit unterstützen uns drei Spieler aus der letzten U 19 und drei weitere Spieler aus Hammah und Buxtehude. Von Beginn an starten wir aber nicht unter den besten Voraussetzungen in die neue Saison. Unser Trainingslager ( 5 Tage in Neuruppin) ging buchstäblich Baden, da die Regenmassen kaum einen vernünftigen Trainingsbetrieb zuließen.

Basti Griep, mein langjähriger Trainerpartner, bildete sich fort und fiel bis Oktober aus. Zudem Verletzungen über Verletzungen. Julian fällt mit Kreuzband bis Mitte 2018 aus. Dazu kamen Philip (Innenband und Ausfall bis Oktober ), Leon ( Adduktoren und Ausfall bis November ) und und und. Diese Serie setzte sich auch in der Saison fort ( Steffen, David… ), so dass wir zu Beginn der Saison echte Probleme bekamen. Und eines haben wir auch lernen müssen. Jeder Fehler in der Niedersachsenliga wird bestraft. So starteten wir im Pokal mit einem knappen Sieg gegen den VfL Lüneburg (1:0) und einer knappen Niederlage in der nächsten Runde gegen AOH Heeslingen(2:3).

Es folgten dann aber viele bittere Spiele. Häufig wurden wir nach dem Spiel vom gegnerischen Trainer angesprochen mit einem Satz wie “ Normalerweise müssten wir zur Halbzeit schon mit einem oder zwei Toren hinten liegen, aber…“. So lief es leider auch wirklich ab. Mit viel Leidenschaft gingen die Männer in die Spiele und zeigten zumeist in der ersten Halbzeit, dass wir auf Augenhöhe mitspielen können. Das Problem war aber, dass wir unsere Chancen nicht nutzten. Irgendwann machte dann ein Spieler einen Fehler und … Tor für die gegnerische Mannschaft. Das nennt man Lehrgeld. Zudem hatten wir zu Beginn der Saison das Problem, dass wir uns noch nicht gefunden hatten. Und so begann eine Niederlagenserie mit dem Spiel in Lüneburg. Wir führen früh mit 1:0 und kassieren ein unglaubliches Gegentor 20 Minuten später. In der letzten Minute der 1. Hälfte haben wir eine 100% Chance zur Führung und nutzen diese nicht. Gleich zu Beginn der 2. Hälfte kassieren wir einen Elfmeter gegen uns und verlieren letztendlich das Spiel mit 1:3.

Noch besser war das Heimspiel danach gegen Vorsfelde. 90 Minuten Spiel auf ein Tor. Wir mit vielen erstklassigen Chancen aber das Ding will nicht rein. Wir mit einem Fehler im Spielaufbau und dem Tor des Tages gegen uns. Bei Georgsmarienhütte das gleiche Bild. Die erste Halbzeit gehört nur uns. Teilweise schnüren wir den Gegner tief in seiner Hälfte ein. Wir haben einen indirekten Freistoß aus 6 Metern, machen aber die Führung nicht. Und in der zweiten Hälfte wieder das gleiche Thema. Fehler in der Defensive und Tor. Letztendlich verlieren wir mit 0 zu 3.

Im nächsten Heimspiel gegen Göttingen ein umgekehrtes Bild. Die erste Halbzeit gehört Göttingen. 4 Chancen und 0:4. Ist schon bitter im Tor, wenn der Gegner einen kaum die Möglichkeit gibt sich auszuzeichnen. In der 2. Halbzeit haben wir innerhalb weniger Minuten 6 100% Chancen. Damit meine ich unser Stürmer steht frei vor dem Tor. Das Spiel ging mit 0 zu 4 verloren.

Es folgte Bückeburg. Mit dem letzten Aufgebot (Kranke und Verletze )haben wir uns auf dem Weg gemacht und waren guter Dinge. Allerdings fielen in Bückeburg in den ersten 25 Minuten 3 Spieler verletzt aus. Zudem erwischten wir einen rabenschwarzen Tag. Wir bekamen jedenfalls den Kasten voll gehauen und waren mit dem 1:7 letztendlich noch gut bedient.

Was wollen wir machen ? Die berühmte Frage, die sich jedes Team stellt, wenn es nicht läuft. Also stellten wir um. Zum einen auf ein System, welches wir seit Jahren erfolgreich spielen. Drei Spitzen, um früh Druck auszuüben und um die Jungs läuferisch zu schonen. Sowie hoch verteidigen und Kompakt stehen. Des Weiteren stellten wir in der Abwehr um. Zwei neue Außenverteidiger sollten Stabilität hinein bringen.

Es folgte das Spiel gegen Hannover mit einem 5:1 und einer sehr knappen und eine unverdienten Niederlage in Heeslingen (1:2). Man erkannte aber bereits die Änderungen und Vorzüge des Systemwechsels. In Westercelle verteidigten wir geschickt unsere Führung und gewannen letztendlich verdient mit 1:0.

Gegen Lohne hatten wir endlich auch mal Glück und holten mit einem 3:1 weitere wichtige Punkte. Dort stellten wir aber fest, dass wir Freistöße und Ecken gegen uns tunlichst vermeiden sollten. Bei Standards stehen wir noch nicht gut und werden in der Vorbereitung daran arbeiten.

Nach Lohne folgte Hildesheim mit einer blöden Niederlage. Wir kamen irgendwie nicht richtig ins Spiel, machten Fehler und verloren letztendlich mit 2:3.

Anschließend folgten Braunschweig mit einem 1:1, Rheden mit einem Sieg (4:3) und Lüneburg, wo wir uns mit einem 1:0 für die Niederlage revanchierten. Es zeigte sich, dass sich die Gegner extrem schwer taten auf unser Tor zu schießen. Und wenn, dann waren unsere Torleute da und hielten die Bälle.

Somit haben wir jetzt 16 Punkte und liegen im geplanten Soll. Schmerzen tut uns immer noch die unnötige Niederlage gegen Vorsfelde. Aber auch da haben wir bald die Chance die Scharte auszuwetzen. Die Kerle schauen inzwischen selbstbewusst in die Zukunft und wird werden mit aller Macht versuchen die Klasse zu halten.

Bericht: Jörg Gottschalk

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