Endrunde: Ü40-Kicker beenden die Hallensaison

STADE. Mit den Endrunden der Ü40-Kicker endete in der Sporthalle Camper Höhe die Saison der Hallenkreismeisterschaften. Die TAGEBLATT-Fußballreporter Michael Brunsch und Marcus Lütje waren dabei und schildern ihre Eindrücke.

VfL Güldenstern Stade zu stark – Michael Schön von A/D bester Keeper

Das Siegerteam des VfL Güldenstern Stade. ( Fotos: Marcus Lütje und Michael Brunsch)

Michael Brunsch und Marcus Lütje, beide 48 Jahre alt, spielen für die ASSG Himmelpforten/Hammah/Heinbockel. Die Mannschaft ist in der 1. Kreisklasse am Start und hat sich somit als klassentiefste Mannschaft für die Endrunde der Ü40-Hallenkreismeisterschaft qualifiziert. Trotzdem hatte sich die Mannschaft einiges ausgerechnet vor dem Turnier, wie Michael Brunsch in der TAGEBLATT-Sportredaktion verlauten ließ. Zumal die Truppe mit zehn Spielern gut bestückt auflaufen konnte. Es sollte anders kommen.

Gleich im ersten Spiel der Endrunde musste die ASSG gegen die zweite Mannschaft des VfL Güldenstern Stade ran und verspielte eine 1:0-Führung, startete mit einer 1:2-Niederlage ins Turnier. „Da haben wir zwei Mal schön gepennt“, sagt Brunsch.

Dann kam Mut auf. Gegen die SV Agathenburg/Dollern gewann die ASSG mit 1:0. Der Gegner stellte mit fünf Ü50-Akteuren die älteste Mannschaft der Endrunde und hatte in der Endabrechnung trotz dieser Niederlage einen Punkt mehr als die ASSG Himmelpforten/Hammah/Heinbockel. Vor dem Turnier hatte Brunsch noch spekuliert, dass sie selbst wohl die älteste Truppe stellen würden. Übrigens: Ältester Spieler war Günther Bargsten mit 63 Lenzen. Er wurde mit der ASSG Harsefeld/Apensen Vizemeister.

Kluger Schachzug

Dieser Erfolg beruhte auch auf den 3:0-Erfolg gegen die Truppe von Brunsch und Lütje. Zuvor hatten diese noch ein 0:0 gegen den großen Favoriten und späteren souveränen Kreismeister VfL Güldenstern Stade gefeiert. Und dann das: „Harsefelds Sven Wollert hat gegen uns schon nach 47 Sekunden Spielzeit das Feld verlassen, war mächtig am Pusten. War wohl ein kluger Schachzug“, erzählt Brunsch. Zwei Minuten später schoss Harsefeld nämlich das 1:0, gewann 3:0 und wird am Ende sogar noch Vizemeister, obwohl die Mannschaft in den ersten drei Spielen kein Tor erzielte. Das letzte Spiel gewann Harsefeld aber auch noch, sodass am Ende mit sieben Punkten die Vizemeisterschaft heraussprang.

Brunsch und Lütje mussten nach dieser „desolaten Vorstellung“ beobachten, dass der verletzte Schlussmann Stefan von Holten der ASSG Himmelpforten/Hammah/Heinbockel mit seiner Familie „fluchtartig“ die Halle verließ. Auch der ehemalige Betreuer Andreas Goltz schloss sich an. „Die Enttäuschung saß wohl sehr tief.“

Im letzten Spiel erarbeitete sich die klassentiefste Mannschaft noch ein 0:0 gegen die SV Drochtersen/Assel. Deren Torjäger-Legende Lars Jagemann hinterließ mit einem Volltreffer gegen den VfL Güldenstern Stade II auch einen bleibenden Eindruck bei Brunsch und Lütje: Mit einem Gewaltschuss traf Jagemann VfL-Spieler Khalid Anuali „ins Allerheiligste“. Anuali musste kurzzeitig ausgewechselt werden, konnte aber weiterspielen. „Voll ins Kugellager“, kommentierte VfL-Mitspieler Jürgen Hinrichs nüchtern.

Großer Einsatz

Kurioseste Szene des Spieltags: Irfan Guri vom VfL Güldenstern Stade II wollte aus der gegnerischen Hälfte zu seinem Torwart Mario Ickes passen, übersah aber, dass dieser auf Höhe der Mittellinie stand. Ickes sprintete dem Ball – der treffsicher auf dem Weg ins eigene Tor war – hinterher und erwischte diesen gerade so eben vor der Linie, krachte dabei aber gegen den Torpfosten. Alter schützt vor Einsatz nicht.

Alter schütz aber sehr wohl vor Übereifer: Sergej Gets von der ASSG Himmelpforten/Hammah/Heinbockel versuchte in der Schlusssekunde im Spiel gegen die SV Drochtersen/Assel, mit einer Grätsche den Ball kurz vor der Torauslinie vor das Tor zu spielen. Die Kugel hatte so viel Effet, dass sie um wenige Zentimeter am zweiten Pfosten vorbeiflog. In der Mitte lauerte Mitspieler Ingo Bösch. „Wenn es noch um die Kreismeisterschaft gegangen wäre, hätte ich einen Flugkopfball gemacht, auch auf die Gefahr hin, gegen den Pfosten zu fliegen“, meinte Bösch hinterher.

Und Marcus Lütje? Tja, der holte sich im letzten Spiel gegen D/A doch noch eine Zerrung bei einem Schuss ab. „Aber das muss nicht erwähnt werden“, betonte er gegenüber Brunsch.

Im Gegensatz zur ASSG Himmelpforten/Hammah/Heinbockel lief beim Kreismeister und Titelverteidiger VfL Güldenstern Stade alles rund. „Man muss auch mal Qualität bringen“, flachste Stades Thomas Brokelmann, als er selber für Mitspieler Christian Neumann Platz machte und dieser postwendend das 1:0 gegen D/A markierte. Eine Woche zuvor waren die Stader bei der Niedersachsenmeisterschaft. „Da wollen wir im nächsten Jahr wieder hin“, sagte Brokelmann, „also mussten wir wieder Kreismeister werden.“

Die Platzierungen

Endrunde untere Mannschaften:

1. Deinster SV II (12 Punkte), 2. FC Oste/Oldendorf II (9), 3. TSV Buxtehude-Altkloster (6), 4. ASSG Dollern/Horneburg (1), 5. TSV Eintracht Immenbeck (1).

Endrunde obere Mannschaften:

1. VfL Güldenstern Stade (13 Punkte), 2. Harsefeld/Apensen (7), 3. SV Drochtersen/Assel (6), 4. SV Agathenburg/Dollern (6), 5. ASSG Himmelpforten/Hammah/Heinbockel (5), 6. VfL Güldenstern Stade II (4).

Quelle: Stader Tageblatt

Quelle und Link FuPa: Favorit gewinnt bei den Altsenioren

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