1. Kreisklasse – Stades Gero Thieme trifft aus 50 Metern

1. Kreisklasse: TuS Jork verspielt 2:0-Führung und bleibt tief im Keller

Noch ein oder zwei Wochen, dann sollte die Tabelle der 1. Kreisklasse wieder auf Vordermann sein. Dann könnte sich Spitzenreiter SV Ottensen auch schon deutlich von der Konkurrenz abgesetzt haben. Die Partie beim Verfolger Mulsum/Kutenholz II gewann die Teitz-Elf mit 1:0. Da die Konkurrenz aus Immenbeck und Hedendorf/Neukloster ebenfalls im Laufe der letzten Woche stolperte, läuft derzeit für Ottensen alles nach Plan. Ein wichtiger Derbysieg gelang Noki in Action. In Apensen sammelten die Nottensdorfer drei Zähler gegen den Abstieg ein. Der TuS Jork verspielte in der Nachspielzeit einen Sieg gegen den VfL Güldenstern Stade III. Ein Freistoß von Gero Thieme aus gut 50 Metern segelte über Freund und Feind hinweg zum 2:2 ins Netz.

Der eingewechselte Kolumbianer Miguel Angel Amaya Cardona sorgte für richtig viel Schwung beim VfL Güldenstern Stade III. Die Jorker Riccerd Tajger (links) und Joey Voss ließ er hier aussteigen, Mitspieler Sebastian Kujawski (rechts) staunte.

TuS Jork – VfL Güldenstern Stade III  2:2 (2:0)

Was für eine tragische Nachspielzeit für den jungen Torhüter des TuS Jork. Einen Freistoß von Gero Thieme, von der Mittellinie aus getreten und von niemandem mehr berührt, ließ der 20-jährige Pascal Ahnert über die Finger zum 2:2 ins Netz rutschen. Blankes Entsetzen bei den Gastgebern. Zuzuschreiben hatten sich das die Altländer, die in Stade-Ottenbeck spielten, weil der Platz in Jork noch immer nicht bespielbar war, selber. Eine 2:0-Pausenführung ließ sich die Bube-Elf aus der Hand nehmen. Die Stader traten ihr „Auswärtsspiel“ mit breiter Brust an. Zuletzt gewann der VfL Güldenstern gegen Schwinge und Noki in Action zwei Partien in Serie. In Führung gingen allerdings die Jorker. Nach einem Foul von Dardan Shabanaj an Luis Swatek zeigte der junge Schiedsrichter Noah Udo Jürgen Thiele zu Recht auf den Punkt. Kapitän Julian van Woudenberg Hamstra verwandelte sicher zum 1:0. Die Begegnung blieb ausgeglichen. Marco Kappelmann hätte das 1:1 machen können (23.). Wenig später gab es den nächsten Strafstoß für die Altländer. Erneut wurde Luis Swatek von den Beinen geholt, noch überflüssiger als beim ersten Mal, und Julian van Woudenberg Hamstra verwandelte erneut. VfL-Schlussmann Matti Köhnen hatte sich ein zweites Mal für die falsche Ecke entschieden.

Louis Schubert hätte kurz vor dem Wechsel noch einen Treffer drauflegen können, das wäre aber des Guten zu viel gewesen. Stade wechselte, brachte mit dem Kolumbianer Miguel Angel Amaya Cardona einen neuen Mann, und der wirbelte gleich gut los. Der kleine, wieselflinke Mittelfeldspieler machte aber mal richtig Spaß. Am Anschlusstreffer von Robert Kannappel, der zum 12. Mal traf, war der 23-Jährige dann auch gleich beteiligt. Er spielte auf der rechten Außenbahn mehrere Jorker aus und schloss seinen Sololauf mit einem gescheiten Pass ab, Kannappel traf zum 2:1.

Der lange Zeit starke Julian van Woudenberg Hamstra zieht an Dardan Shabanaj (links) und dem am Boden liegenden Martin Christann vorbei.

Und dann der nächste Elfmeter für den TuS Jork. Eine Hand soll im Spiel gewesen sein, die Kamera war zu weit weg, um es selber beurteilen zu können. Doch Schiedsrichter Thiele zeigte Stärke und nahm, wa-rum auch immer, den Elfer zurück. TuS-Trainer Martin Bube versuchte mit einigen frischen Leuten, die Partie wieder in den Griff zu bekommen, doch das funktionierte nicht. Immer wieder gab es Fehlpässe im Spielaufbau. Bube raufte immer wieder seine langen Haare. „Wir treffen zu oft falsche Entscheidungen“, ärgerte er sich. Louis Schubert hätte den Sack zumachen können, er scheiterte aber an Matti Köhnen (72.). Ernst Hettich machte es nicht besser (83.), und so kam es, wie es kommen musste. Eigentlich war Schluss, der Freistoß wurde noch ausgeführt und landete tatsächlich im Netz. Gero Thieme ließ sich für sein erstes Saisontor feiern und die Jorker Spieler samt Torwart lagen konsterniert auf dem Rasen. Verdient, aber der Zeitpunkt ist für eine Mannschaft niederschmetternd. „Großes Kompliment an die ganze Mannschaft. Alle kämpfen, und zurzeit haben auch wir mal etwas mehr Glück“, freuten sich die beiden Stader Trainer Uwe Duchow und Patrick Matthes.

Schiedsrichter: Noah Udo Jürgen Thiele (TSV Apensen) – Zuschauer: 15
Tore: 1:0 Julian van Woudenberg Hamstra (13. Foulelfmeter), 2:0 Julian van Woudenberg Hamstra (32. Foulelfmeter), 2:1 Robert Kannappel (52.), 2:2 Gero Thieme (90.+1)

Quelle/Autor/Bilder: FuPa/Michael Brunsch

Fotos: Michael Brunsch
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