Drei-Punkte-Sprung ist Pflicht

Güldenstern erwartet Teutonia Uelzen

Der VfL Güldenstern Stade sollte das letzte Hinrundenspiel der Landesliga gewinnen, um mit weniger Druck in die Rückrunde starten zu können. „Das wäre sehr wichtig“, sagt Trainer Matthias Quadt vor dem Heimspiel gegen Uelzen (Sonntag, 14 Uhr).

Quadt ging in dieser Woche mit einem „durchwachsenen Gefühl“, wie er es umschreibt, zum ersten Training nach der heftigen 2:5-Niederlage beim Tabellenführer Eintracht Celle. Wie haben die Spieler das „wirklich sehr, sehr schlechte Spiel“ verarbeitet, wie werden sie reagieren, müssen sie aufgebaut werden, müssen sie gefordert werden? Fragen, die sich für Quadt und seinen Trainerkollegen Dirk Dammann, der die Mannschaft schon seit der Fusion zwischen dem VfL und TuS Güldenstern Stade als Teammanager begleitet hatte, schnell erübrigten. Die Spieler strahlten Lust und Wille aus, so habe sich ein intensives, sehr gutes Training entwickelt.

„Die Mannschaft ist gefestigt“, sagt Quadt, „wir haben das Glück, dass sich während der Aufstiegssaison ein echtes Team entwickelt hat.“Den Aufstieg machte der VfL Güldenstern Stade am letzten Spieltag mit einem in der letzten Minute erzielten Siegtreffer klar, setzte sich so nur aufgrund des besseren Torverhältnisses gegen den ASC Cranz-Estebrügge durch. Die Aufsteiger sind demütig und realistisch in die Landesliga gegangen. „Den Spielern ist die schwere Aufgabe sehr bewusst“, sagt Quadt, dass die Mannschaft mit Niederlagen klarkommen müsse, war klar.

Das Ziel Klassenerhalt ist realistisch, betont Quadt. Nach vier Niederlagen in Folge, gegen die Topteams Harsefeld, TB und Eintracht Lüneburg sowie Celle, findet sich der Aufsteiger mit 14 Punkten auf dem Abstiegsplatz 14 wieder. 20 Punkte hätten die Stader gern nach der Hinrunde gehabt. Mit einem Sieg gegen Teutonia Uelzen wäre die Punkteausbeute noch immer angenehm, der Abstand zum Mittelfeld der Tabelle noch mutmachend. „Wir dürfen nicht den Anschluss verlieren“, sagt Quadt. Uelzen steht mit 17 Punkten auf Platz 13.

Die Rückrunde verläuft oft anders, als die Hinrunde. Es gibt immer Mannschaften, die sich steigern. Quadt hofft beim VfL Güldenstern Stade auf diesen Mechanismus, um in dem sich zuspitzenden Abstiegskampf bestehen zu können. „Wir wussten, dass wir mit einer sehr jungen Mannschaft und mit einem sehr kleinen Kader in die Saison gehen“, sagt Quadt, „da muss für den Erfolg eigentlich alles passen.“ Passte aber nicht. Die Stader blieben von Verletzungspech nicht verschont. Dauerausfälle wie die Aue-Brüder oder der verletzte Neuzugang Tim Hinrichs „schmerzen schon sehr“. Stürmer Pascal Voigt war immer mal wieder angeschlagen. Die Liste ist noch länger. „Ohne unsere A-Junioren hätten wir oft genug gar keine Mannschaft voll bekommen“, sagt Quadt. In der Rückrunde soll sich die Gesamtsituation wieder entspannen und verbessern. „Das sind alles Mosaiksteinchen, die uns gut täten“, sagt Quadt. Der erste Baustein soll jetzt mit dem wichtigen Dreier im letzten Hinrundenspiel gesetzt werden. Darauf könnte der Aufsteiger aufbauen.

Quelle: Stader Tageblatt/FuPa

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