ASC und Stade schießen ihre Gegner ab

18. Juli 2018 Von Redaktion Fussballabteilung

LANDKREIS. In der Qualifikationsrunde des Fußball-Bezirkspokals sind die beiden Favoriten ASC Estebrügge und VfL Güldenstern Stade am Mittwochabend mit Kantersiegen in die erste Hauptrunde spaziert. Bezirksliga-Aufsteiger SV Bliedersdorf schlug sich wacker.

ASC Cranz-Estebrügge – FC Mulsum/Kutenholz 10:2

In den vergangenen Jahren hat der FC Mulsum/Kutenholz dem ASC Cranz-Estebrügge schon so manches Mal wehgetan in der Bezirksliga und dem Favoriten eingeplante Punkte abgeluchst. Nach dem jetzigen ersten Pflichtspiel kann FC-Trainer Robert Kneller froh sein, dass er noch gute drei Wochen Zeit hat bis zum Saisonstart. Gegen einen spielfreudigen und torhungrigen ASC war der FC völlig überfordert. Die zwei Ehrentreffer gelangen Mu/Ku, weil der ASC einmal die Konsequenz vermissen ließ und einmal sorglos den Gegner laufen ließ. Mu/Ku hätte drei weitere Abwehrfehler nutzen können. Ansonsten spielte nur der Gastgeber.

ASC-Trainer Daniel Schröder lobte, dass die Mannschaft trotz des sicheren Sieges weiter konsequent den Torerfolg suchte und nicht der Schönspielerei frönte. Mit der Lust am Spiel gelangen den Estebrüggern dennoch einige sehenswerte Kombinationen und Tore. Dem 9:2 durch Marcel Meyer ging eine Hacke-Spitze-Kombi zwischen Sören Hüttmann und Yannick Meyer voraus. Der eingewechselte Yannick Meyer hatte schon mit dem zweiten Ballkontakt einen Lattentreffer auf dem Konto und traf mit seiner dritten Ballberührung, als er den Ball fein ins lange Eck schlenzte zum 7:1. Allein drei Tore leitete Kapitän und Abwehrchef Hendrik Stahmer ein durch genau Diagonalflanken auf seinen durchstartenden Bruder Fabian Stahmer: Das 2:1 erzielte Fabian Stahmer selbst, vor dem 3:1 durch Hüttmann spielte er quer und beim 5:1 legte er ab für Marcel Meyer. Die spionierende A/O-Delegation um Trainer Malte Bösch verschwand schon nach der ersten Halbzeit (4:1). Am Sonntag trifft der ASC auf den Landesligisten. Da wird sich zeigen, wie weit der ASC wirklich ist.

Tore: 1:0 (5.) Schliecker, 1:1 (11.) Dubbels, 2:1 (19.) F. Stahmer, 3:1 (31.) Hüttmann, 4:1 (31.) M. Meyer, 5:1 (52.) M. Meyer, 7:1 (71.) Y. Meyer, 7:2 (75.) Heitmann, 8:2 (78.) Jabr, 9:2 (83.) M. Meyer, 10:2 (86.) Hüttmann.

VfL Horneburg – VfL Güldenstern Stade 0:8

Ein Vorbereitungsspiel der besonderen Art absolvierte der Kreisligist vom VfL Horneburg am Mittwochabend. Die Mannschaft von Trainer Bastian Augustin durfte im Bezirkspokal gegen den Landesliga-Aufsteiger VfL Güldenstern Stade ran, obwohl Horneburg im Kreispokal-Halbfinale gegen die SV Ahlerstedt/Ottendorf II verloren hatte. Da aber die anderen drei Halbfinalisten allesamt zweite Mannschaften waren, kam Horneburg in den „Genuss“ das ersten Pflichtspiel im höheren Pokalwettbewerb zu machen. Der Gast aus Stade war aber doch eine Nummer zu groß für den Kreisligisten, insbesondere Metin Gök bekamen die Gastgeber in Halbzeit eins nicht in den Griff. Drei Tore und eine Vorlage standen dann zur Halbzeit auf Göks Arbeitsnachweis – zur „Belohnung“ wurde er in der Halbzeit ausgewechselt.

„Meine Mannschaft hat sich trotz der hohen Niederlage nicht hängen lassen und gut dagegen gehalten. Zu den ersten beiden Toren haben wir Stade aufgrund von Nachlässigkeiten eingeladen. Am Sieg gibt es natürlich nichts zu deuteln. Vom Engagement hätten wir eine etwas knappere Niederlage verdient gehabt, aber auch diese hohe Niederlage wird uns nicht umwerfen“, so Augustin. Mit der ersten Halbzeit war Gästetrainer Matthias Quadt einverstanden, mit der zweiten nur bedingt. Quadt: „Wir haben ungewollt einen Gang runtergeschaltet. Ich hätte gerne weiter Gas gegeben, aber die hohe Führung sitzt natürlich in den Köpfen. Horneburg hat bis zur 90. Minute alles in die Waagschale geworfen, Kompliment dafür.“

Tore: 0:1 (19.) Gök, 0:2 (23.) Gök, 0:3 (38., FE) Werth, 0:4 (42.) Waschkau, 0:5 (45.) Gök., 0:6 (63., FE) Voigt, 0:7 (66.) Bartels, 0:8 (77.) Bartels.

SV Bliedersdorf – TSV Eintracht Immenbeck 2:3

Der Bezirksliga-Aufsteiger SV Bliedersdorf stand bereits in den Anfangsminuten tief, zu tief, wie Trainer Christian Deppe nach dem Spiel anmerkte. Dadurch hatte Immenbeck viel Ballbesitz und das Spiel komplett unter Kontrolle. Die Eintracht belohnte ihre Überlegenheit in der 28. Minute mit der 1:0-Führung, Kock traf per Flugkopfball nach Flanke von Kevin Schulz. Nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Till Niklas Müsing das 0:2 für die Gäste. In der zweiten Hälfte tat Bliedersdorf aber endlich mehr fürs Spiel und beim ersten sehenswerten Angriff der Gastgeber wurde Kapitän Stefan Müller im Strafraum gelegt, den Elfmeter verwandelte Christopher Grube souverän zum 1:2.

Die aufkeimende Hoffnung wurde bereits Sekunden später im Keim erstickt, als auch der TSV einen Strafstoß bekam. Müsing schoss den Ball stramm ins rechte Eck zur 3:1 Führung. Eigentlich hatte Immenbeck alles im Griff, doch aus dem Nichts erzielte Kim Jesgarsch in den erneuten Anschlusstreffer. Als Mirco Poppe nur Minuten später die Gelb-Rote Karte sah, kam noch einmal richtig Feuer ins Spiel. Bliedersdorf warf in den Schlussminuten alles nach vorne, doch zu einer richtigen Torchance kamen sie in der Schlussphase nicht mehr. Am Ende waren sich beide Trainer einig: Immenbeck ist verdient eine Runde weiter.

Tore: 0:1 (28.) Kock, 0:2 (51.) Müsing, 1:2 (62. FE) Grube, 1:3 (63. FE) Müsing, 2:3 (78.) Jesgarsch.

TSV Wiepenkathen – FC Oste/Oldendorf 7:5 n.E. (3:3)

Der TSV Wiepenkathen machte sich das Leben selbst schwer. „Wir haben zu 80 Prozent auf ein Tor gespielt und 20 Torschüsse abgefeuert“, sagte TSV-Trainer Waldemar Meglin, so sei er eigentlich zufrieden. „Aber wir haben kapitale Abwehrfehler begangen.“ So lief der Gastgeber einem 0:2-Rückstand hinterher, und musste kurz vor Spielende auch noch den Ausgleich hinnehmen. Im Elfmeterschießen hatte der TSV das glückliche Ende für sich. „Mit diesem Abwehrverhalten werden wir es gegen Harsefeld nicht schaffen“, so Meglin.

Tore: 0:1 (11.) P. Elfers, 0:2 (34.) Witz, 1:2 (43.) Bardenhagen, 2:2 (60.) Speer, 3:2 (73.) Schlimm, 3:3 (86.) L. Elfers.

TSV Elstorf – TSV Winsen/Luhe 2:0

Der TSV Elstorf hat sich in herausragender Form präsentiert. Bereits in der Vorwoche testeten die Grün-Weißen auf Landesliga-Niveau bei der A/O-Sportwoche und schienen damit besonders gut auf den nächsten Gegner dieser Klasse vorbereitet zu sein. Die Kicker von der Schützenstraße bezwangen den Landesliga-Aufsteiger vom TSV Winsen/Luhe mit 2:0. Dabei feierte Neuzugang Timo von Reith einen Einstand nach Maß und entschied die Begegnung mit einem Doppelpack. „Die Mannschaft hat heute als Ganzes funktioniert und eine tolle Teamleistung abgerufen.

Wir haben taktisch enorm diszipliniert agiert“, freute sich Trainer Hartmut Mattfeldt. „Das Spiel gestaltete sich weitestgehend ausgeglichen, doch am Ende ist der Sieg für uns nicht unverdient.“ In der nächsten Runde treffen die Elstorfer auf den Ligakonkurrenten von der Eintracht Elbmarsch.

Tore: 1:0 und 2:0 (39., 75.) beide von Reith. (jan/bat/stu/ml)

1. Hauptrunde

Sonntag, 22. Juli, 15 Uhr

ASC Cranz-Estebrügge – SV Ahlerstedt/Ottendorf
VfL Güldenstern Stade – TSV Apensen
TSV Eintracht Immenbeck – VSV Hedendorf/Neukloster
TSV Wiepenkathen – TuS Harsefeld
Eintracht Elbmarsch – TSV Elstorf

Quelle: Stader Tageblatt / Jan Bröhan