Bericht und Galerie Frauen Hallenkreismeisterschaft

18. Februar 2019 Von Redaktion Fussballabteilung

Der Kreisligist TSV Apensen hat am Sonntag seinen Titel bei den Hallenmeisterschaften der Frauen verteidigt.

Das ambitionierte Team marschierte mit sechs Siegen und ohne Gegentor durch die Endrunde in der Sporthalle Am Hohenwedel in Stade.

Apensen verwies die Zweite des VfL Güldenstern Stade auf Rang zwei. Dritter wurde der SV Ottensen vor der SG Scharmbeck/Pattensen, der SV Ahlerstedt/Ottendorf II, dem TuS Harsefeld und der SG Freiburg/Oederquart.Selbst im letzten und für die Platzierung nicht mehr relevanten Spiel gegen die SG Scharmbeck/Pattensen kennt der TSV Apensen keine Gnade. Nach nur wenigen Sekunden schießt Jule Oelckers das 1:0. Nach zwölfeinhalb Minuten Spielzeit stehen sechs Tore auf der Anzeigetafel. Apensen feiert.

Das spielstärkste Team setzt sich an diesem Tag locker gegen die Konkurrenz durch.Der Erfolg bei den Hallenmeisterschaften und Platz eins zur Halbzeit der Kreisligasaison sind nur logische Konsequenz. “Wir machen gute Jugendarbeit und haben in den letzten Jahren viel aufgebaut”, sagt einer der Trainer, Dennis Hausmann. Im Verein nahmen Oliver Drechsel und Marco Bellmann einst die Fußballerinnen unter ihre Fittiche. Seit drei Jahren gehört der Frauenfußball in Apensen zum festen Bestandteil. Von den B-Juniorinnen bis zur F-Jugend runter besetzt der TSV Apensen jeden Jahrgang, teilweise in Kooperation mit dem TuS Harsefeld, teilweise sogar mit zwei Mannschaften. Der Altersdurchschnitt in der ersten Frauenmannschaft liegt bei 18 Jahren.

“Die Mädchen spielen schon lange zusammen. Sie kennen die Laufwege”, sagt Trainerin Jennifer Berg über eines der Erfolgsrezepte. Apensen lässt im vorletzten Spiel des Turniers gegen den TuS Harsefeld den Ball laufen. Die Spielerinnen kombinieren. Sie wollen den Ball sprichwörtlich ins Tor tragen. Der Futsal-Ball klebt förmlich an ihren Füßen. Harte Schüsse sind mit diesem Spielgerät ohnehin nicht möglich. Beim Futsal fällt bloßes Bolzen aus. Merret Buchholz und Pia Michelle Teetz verzaubern ihre Gegnerinnen lieber mit einem Doppelpass.

Das Maß aller Dinge

In der Halle und auf dem Rasen in der Kreisliga gilt der TSV Apensen derzeit als das Maß aller Dinge. 24 Punkte holte das Team in acht Saisonspielen. Mehr geht nicht. Natürlich sei der Aufstieg in die Bezirksliga das Ziel, sagt Jennifer Berg. Dort wolle sich der TSV etablieren. “Aber in der Rückrunde warten noch ein paar Stolpersteine auf uns”, sagt Dennis Hausmann. Die Zweit-Vertretung von A/O und die SG Este/Holvede-Halvesbostel liegen in Lauerstellung.

Zu den besten Spielerinnen des Turniers wählen die Veranstalter Jule Gurkasch aus Pattensen und die Apensenerin Merret Buchholz. Mit jeweils fünf Treffern führen Sarah Dederscheck vom SV Ottensen und Jule Oelckers vom TSV Apensen die Torschützenliste an. Im Tor macht Lena Billiau vom VfL Güldenstern Stade II die beste Figur.

Die 30. Auflage des Hallenturniers für Frauen wäre beinahe ins Wasser gefallen. Beim NFV Kreis Stade fand sich kein Organisator. Deshalb haben die ehemaligen Funktionäre Michael Koch, Bernd Stelling und Ralf Greifenberg die Organisation in die Hand genommen. Gegen den VfL Jesteburg II steigt der TSV Apensen am 31. März in die Rückrunde der Kreisliga-Saison ein. Am 16. März steht das Pokal-Halbfinale beim FC Oste/Oldendorf II an. In beiden Spielen sind die Apensenerinnen Favoriten. Da fällt es dem Trainergespann schon manchmal schwer, die erfolgsverwöhnten Spielerinnen auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Deshalb testete der TSV in einem Freundschaftsspiel vor einigen Tagen gegen den Landesligisten aus Anderlingen. Es setzte eine 1:8-Pleite. Jennifer Berg: “Die Mädchen müssen auch lernen, mit Niederlagen umzugehen.”

Quelle: Stader Tageblatt/FuPa