Negativ-Entwicklung

VfL Güldenstern nur noch mit zwei Teams

STADE. Der Zusammenschluss der Stader Vereine VfL und TuS Güldenstern, am 1. Juli 2016, war mit großen Hoffnungen und hohen Erwartungen verbunden. Das angestrebte Ziel war mittelfristig darauf ausgerichtet, den Stader Fußball hinter dem meilenweit entrückten Regionalligisten Spielvereinigung Drochtersen/Assel zu einer zweiten Großmacht im Landkreis werden zu lassen. Nach drei Jahren ist es an der Zeit, ein Fazit zu ziehen. Die Fusion sollte den Stader Fußball stärken. Eine vordergründige Aussage. Der sportliche Aspekt war weniger ausschlaggebend, als die finanzielle Notlage Güldensterns.

Das Präsidium von der Camper Höhe trat in Ottenbeck als Bittsteller auf. Der VfL war zur Übernahme der drückenden Verbindlichkeiten bereit, bekam als Gegenleistung mehrere hundert ehemalige Güldenstern-Mitglieder hinzu. Zur Erinnerung: Beide Vereine brachten in den Zusammenschluss jeweils drei Herren-Mannschaften ein. Daraus sollten ursprünglich fünf Mannschaften entstehen. Es wurden vier und die Vierte wurde alsbald aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. In der kommenden Saison wird es nun auch keine dritte Mannschaft mehr geben. Eine traurige Entwicklung.

Fußball-Abteilungsleiter Torben Milbredt macht auch keinen Hehl aus seiner großen Unzufriedenheit über die negative Entwicklung nach der Fusion und mahnt mehr Unterstützung an. „Der Verein muss als wichtigste Voraussetzung im Fußball insgesamt besser werden. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Dazu bedarf es einer straffen Organisationsstruktur. Es muss alles getan werden, damit wir wettbewerbsfähig sind und die Spieler halten können. Nachhaltig kommt es darauf an, die dafür notwendigen Mittel zu steigern“, lautet Milbredts strikte Forderung. Milbredt: „Die Aufgaben werden künftig auf mehr Schultern verteilt. Zwei Herrenmannschaften sind zu wenig für einen Großverein. Es ist zwingend erforderlich, schnell wieder eine dritte Mannschaft auf die Beine zu stellen.“ Wichtige Ligaspieler haben den VfL Güldenstern verlassen, weil sie bessere Perspektiven sehen. „Das Schlimme daran ist, dass sie auch noch zu unseren Klassenkonkurrenten gegangen sind“, sagt Torben Milbredt.

VON DIETER ALBRECHT

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