Erfolgreicher Saisonstart der 2. U 11 beim Jade Cup des SV Wilhelmshaven

Überraschender Turniersieg in der Jadestadt

Das Team um Trainer Mirko Hoenemann reiste am 11.08.2019 nach Wilhelmshaven, um mit einer Turnierteilnahme langsam in die neue Saison zu starten. Mit Ausnahme des HSV-Fußballcamps hatten die meisten Jungs noch nicht viel am Ball geübt, sondern die Schulferien auf andere Weise genossen. Daher sollte der Beginn der Saison eher als Aufwärmen und Üben verstanden werden. Die Platzierung war nach Maßgabe des Trainers an diesem Tag nicht relevant. Vielmehr sollten verschiedene Positionen geprobt werden.

Bedingt durch die Absage eines Teams musste kurz vor Turnierbeginn der Spielmodus geändert werden. Unsere Jungs waren dadurch als einziges Team gezwungen, vier aufeinanderfolgende Partien auszutragen – mit jeweils 16 Minuten Spielzeit. Alle Teams trafen einmal aufeinander. Gespielt wurde im 6-1-Modus, so dass den sieben Feldspielern viel Laufarbeit und wenige Erholungsphasen bevorstanden. Allerdings hatte die gut organisierte Turnierleitung ein Einsehen und fügte zwischenzeitlich eine etwas längere Pause zur Regeneration ein. Suri Grabbe begleitete das Team eigentlich nur als Vater, aber seine Hände waren zwischendurch wohltuend für die müden Glieder der fleißigen Kicker.

Hinten von links nach rechts: Johannes, Thorge, Julius, Jayden, Mirko Hoenemann. Vorne von links nach rechts: Malte, Fabian, Jakob, Jannik. Foto: S. Groß

Den Jungs war bei Anpfiff des ersten Spiels schnell anzumerken, dass sie das Runde vermissten. Sie spielten mit sehr viel Freude am Fußball. Und so ließen sie den Ball durch geschickte Pässe und gute Dribblings viel laufen. Sie erspielten sich damit zahlreiche Torchance. Einige davon wussten die Offensivkräfte zu nutzen. Sie gewannen mit ihrer schnellen Spielweise nicht nur das erste Spiel gegen die JSG Wangerland mit 4:0, sondern ebenfalls das notwendige Selbstvertrauen für die folgenden Matches. Es folgte ein 2:0 gegen WSC Frisia sowie ein 4:0 gegen den Gastgeber SV Wilhelmshaven 1. Im nächsten Spiel trat das Team wieder gegen ein Team des Gastgebers an. Der SV Wilhelmshaven 2 forderte viel von unseren Kickern ab. Dabei ergaben sich viele körperbetonte Zweikämpfe. Schnell stellte sich unsere Mannschaft darauf ein, so dass sich ein packendes, leidenschaftliches Spiel ergab. Das Stader Team ging mit 1:0 in Führung. Allerdings folgte kurz vor Schluss ein Pfiff des Schiedsrichters, der dann für den SV Wilhelmshaven 2 auf den 9-Meter-Punkt zeigte. Unser Torwart Jannik glänzte zwar mit einer hervorragenden Parade, aber gegen den Nachschuss war er dann doch machtlos. Damit endete diese Partie 1:1.

Bis kurz vor Anpfiff des letzten Spiels gegen TuS Eversten war nicht klar, dass dies ein Finale sein sollte. Der Gegner verriet uns, dass er bisher aus allen vier Matches als Sieger hervorging. Ein Sieg hätte somit Platz 1 bedeutet – aber das sollte unseren Spielern nicht mit auf dem Weg gegeben werden. Der TuS Eversten präsentierte sich als ein ausgesprochen spielstarkes Team. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass diese Mannschaft hauptsächlich aus dem jüngeren 2010er Jahrgang bestand. Das war dem Spielverlauf jedoch nicht anzumerken. Unsere Jungs waren mittlerweile müde, so dass wir gezwungen waren, auf vielen Positionen schnell zu wechseln. Die Angriffe des Gegners wurden durch das beherzte Laufspiel unserer Kicker häufig abgewehrt. Mit zwei glänzenden Paraden hielt Jannik das Team im Spiel. Aber unsere eigenen Angriffe neutralisierte spätestens ein starker Torwart auf der anderen Seite. Zum Spielende hin setzten alle noch einmal ihre letzten Kraftreserven frei. Ein Angriff des Gegners endete an der stabilen Abwehrreihe, die dann einen schnellen Gegenangriff einleitete. Diesen Schwung nahmen die Offensivspieler auf. Mit drei weiteren Ballkontakten landete der Ball dann doch unhaltbar im gegnerischen Tor. Das herbeigesehnte 1:0 wurde dann bis zum Schlusspfiff sicher gehalten. Kaputt lagen die Jungs auf dem Rasen. Aber als verraten wurde, dass sie sich mit diesem Spiel auch den Turniersieg gesichert hatten, konnten einige Spieler dann doch wieder einen Freudentanz wagen.

Foto und Bericht: Sönke Groß

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