Stade schockt die VSV

Der VfL Güldenstern Stade hat ein Ausrufezeichen im Kreisderby in der Landesliga Lüneburg gesetzt. Die Gäste feierten einen leistungsgerechten 3:0-Erfolg bei Aufsteiger VSV Hedendorf/Neukloster. Ein Sieg für den Kopf.

Stades Fabio Dammann klärt resolut vor VSV-Stürmer Tobias Schroeder. Foto: Schmietow

Die Stader erwischten einen Start nach Maß und lagen schon nach zehn Minuten durch die Tore von Philipp Aue (5.) und Metin Gök (10.) mit zwei Treffern in Front. In der Folge stand Güldenstern tief und suchte über seine schnellen Spitzen das Umschaltspiel. Die Pandakicker bekamen das Spielgerät überlassen, doch deuteten sie nur selten Torgefahr an. „Die Mentalität des Gegners war, gerade in der ersten Halbzeit, um Längen besser als unsere“, räumte VSV-Coach Jörg Steffens ein. „Wir waren zu hektisch und haben keine spielerische Linie reinbekommen.“

Nach dem Seitenwechsel beschrieb Steffens Pendant Matthias Quadt einen offenen Schlagabtausch, mit einem besseren Ende für seine Schützlinge. Gök schnürte seinen Doppelpack und machte den Deckel vorzeitig drauf, ehe die Begegnung hitzig wurde. „Eine gewisse Aggressivität gehört zu dem Derby dazu, aber dadurch ist der Spielfluss kaputt gegangen“, erklärte Quadt.

Foto: Schmietow

 

Rot für Nico Blohm

Seine Mannschaft konnte durch die Führung damit aber gut leben. Für die Gastgeber kam es hingegen noch dicker: VSV-Führungsspieler Nico Blohm warf VfL-Joker Gian-Luca Bartels bei einem Einwurf absichtlich ab, sodass Referee Nicolai Wilckens für eine Tätlichkeit die Rote Karte zog (78.). „Vollkommen zurecht – das darf einem erfahrenen Spieler wie ihm nicht passieren“, kommentierte Steffens die Szene. „Der Stader Sieg war hochverdient. Wir brauchen unbedingt die nötige Einstellung und Mentalität, wenn wir die nicht haben, dann bekommen wir ein großes Problem.“

Währenddessen feierten die Stader bereits in ihrer Kabine ihren Derbydreier, mit dem sie ihre ersten Punkte in der laufenden Spielzeit sammelten. Nach der Auftaktpleite in der Vorwoche gegen Verden (1:4) war der Sieg auch wichtig für das Selbstvertrauen. „Wir haben eine junge Mannschaft, bei der ich hoffe, dass sie auf einem guten Weg ist“, erklärte Quadt. „Es wird immer Rückschläge geben, aber wir wollen von Woche zu Woche besser arbeiten und das soll gegen Harsefeld nächste Woche noch ein Stück besser werden.“

Die Statistik des Spiels

Tore: 0:1 (5.) Aue, 0:2 und 0:3 (10., 63.) Gök

Rote Karte: Blohm (78., VSV, Tätlichkeit)

VSV: Menzel, Blohm, Maschmann, Schlöffel, Weser, Holst, Kröger (68. Gorgs), Arlt (46. Scheppeit), Unruh, Schroeder, Müsing (48. Sonnabend)

VfL: Schütt, L. Dammann, Wendlandt, F. Dammann, von Salzen (83. Tworeck), Aue, Mselmi, Burmester, Voigt, Gök (80. Junge), Engelken (64. Bartels)

Nächste Spiele: FC Verden – VSV, Stade – TuS Harsefeld (beide So., 25. August, 15 Uhr)

Quelle: Stader Tageblatt | Fotos: Rolf Schmietow

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