Hedendorf schlägt VfL Güldenstern Stade mit 2:1

25. Oktober 2021 Von Redaktion Fussballabteilung

Die VSV Hedendorf/Neukloster haben sich mit dem Sieg gegen den VfL Güldenstern Stade vorläufig auf den vierten Platz der Qualifikationsgruppe 2 in der Fußball-Landesliga vorgearbeitet. Der TuS Harsefeld hat sich die alleinige Tabellenführung geschnappt.

Von Jan Bröhan, Thomas Oldach und Moritz Studer

Qualifikationsgruppe 2

VSV Hedendorf/Neukloster – VfL Güldenstern Stade 2:1. Die Hedendorfer haben ihr drittes Heimspiel in Folge gewonnen. „Auch eine Ansage“, sagt VSV-Trainer Björn Stobbe. Durch die Erfolge haben sich die VSV nun vorerst auf den vierten Platz der Gruppe vorgekämpft und dürfen dadurch auch an die Qualifizierung für die Meisterunde glauben. Allerdings hat der verdrängte TSV Ottersberg noch zwei Nachholspiele. Die Spiele des TSV gegen Stade und jetzt gegen den ASC Cranz-Estebrügge wurden abgesetzt, weil Ottersberg Coronafälle in der Mannschaft hat. Die Nachholtermine sind im November.

Das Derby gegen den VfL Güldenstern Stade nennt Stobbe ein „Muss-Spiel“. Für beide Mannschaften geht es eben noch um diesen vierten Platz. Es geht aber auch um Punkte, die gegen vermeintlich direkte Konkurrenten gesammelt werden, wenn es gemeinsam in die Abstiegsrunde gehen sollte. Die Hedendorfer nehmen den Kampf vor sehr ordentlicher Zuschauerkulisse mehr an, sind in den Zweikämpfen griffiger und bissiger, wann immer eine Grätsche angebracht ist, recken und strecken sich die Hedendorfer. Die Stader staunen nur. „Begleitendes fahren“ nennt Matthias Quadt das. Der Co-Trainer des VfL Güldenstern Stade sieht „eine ganz schlechte erste Halbzeit“ seiner Mannschaft.

Die 1:0-Führung der Hedendorfer kommt zwangsläufig und sehr früh. Der schon seit Wochen sehr stark spielende Jan Fock leitet einen Angriff nach gewonnenem Ball selbst ein. Jan-Hendrik Scheppeit kommt mit Tempo über die rechte Seite. Von der VSV-Bank schreien sie: „Kopf hoch.“ Scheppeit gehorcht und sieht den mitgeeilten Fock im Rückraum des Strafraums. Der Pass kommt. Fock vollstreckt. 1:0 schon nach neun Minuten. Da frohlocken einige VSV-Fans schon, dass er hier, an diesem sonnigen Tag, ein Torfestival geben könnte.

Die Hedendorfer üben dafür aber zu wenig Druck aus auf angeschlagene und einfallslose Stader. Zudem nutzen die VSV beste Chancen nicht. Die größte lässt Daniel Jankowski liegen. Er braucht den Ball eigentlich nur noch in das Tor schieben, nachdem Scheppeit Torhüter Fabian Klinkmann an der äußeren Strafraumgrenze schon umkurvt hatte und passte. Doch Jankowski schiebt nicht, er drischt, und der Ball fliegt weit über die Latte.

Nach der Pause sind die Stader besser im Spiel und üben phasenweise Druck aus, sie erarbeiten sich leichte Vorteile. Allerdings haben sie nach zehn Minuten Glück, dass Scheppeit bei einem Konter nicht den Abschluss sucht, sondern den Ball noch stoppen will und dabei strauchelt. Can-Luca Aygör trifft im Anschluss nur die Latte des VfL. In der 66. Minute ist es aber der eingewechselte Stürmer Metin Gök, der zum 1:1-Ausgleich einköpft. Nils von Salzen hat nach einer Ecke das 2:1 für Stade auf dem Kopf, doch sein Ball wird auf der Linie noch geblockt.

Dann zaubert der eingewechselte Marcus Sonnabend eine „grandiose Flanke“ aus seinem Fußgelenk und Scheppeit köpfelt den Ball aus vollem Lauf zum 2:1-Siegtreffer ein.

„Wir haben völlig verdient verloren“, sagt Quadt. Die Stader haben mit viel zu vielen langen Bällen agiert, ein „Fehlpass-Festival“. Zwar sei die zweite Halbzeit etwas besser gewesen und die Stader hatten auch ein paar Chancen, so Quadt, aber insgesamt war es ein schlechtes Spiel. „Wir hatten uns etwas ganz anderes vorgenommen“, so Quadt. Stobbe ist nach dem Spiel heiser und glücklich. „In der zweiten Hälfte hat uns natürlich die brutal hohe Belastung der letzten Wochen eingeholt“, sagt Stobbe bezüglich der Nachholspiele unter den Wochen. Den Sieg habe sich seine Mannschaft aber durch ihren Einsatz verdient. „Ein Tag zum Genießen“, so Stobbe. Die VSV hatten bei bestem Wetter Sponsorentag, und vor dem Landesliga-Sieg hatte auch die zweite Mannschaft in der Bezirksliga gewonnen. Die Hedendorfer feierten. Tore: 1:0 (9.) Fock, 1:1 (66.) Gök, 2:1 (73.) Scheppeit. Nächste Spiele: Bornreihe – Hedendorf/Neukloster, ASC Cranz-Estebrügge – Stade (beide So., 31. Oktober, 14 Uhr).

TuS Harsefeld – TSV Elstorf 4:1. Nach dem elften Spieltag grüßt der TuS Harsefeld als alleiniger Tabellenführer von der Spitze der Qualifikationsgruppe 2 – ein souveräner 4:1 (2:0)-Erfolg im Derby gegen den TSV Elstorf macht’s möglich. Eine starke erste Hälfte mit klugem Pressing legte den Grundstein für den ungefährdeten Sieg. Und Harsefelds Trainer Julian Geils freute sich: „Wir haben im Training diverse neue Angriffsvarianten einstudiert. Das haben die Jungs hervorragend umgesetzt und Elstorf damit vor Probleme gestellt.“

So war es Maximilian Schulwitz in der 25. Minute, der den Weg zum Sieg mit seinem 1:0 ebnete. Nico Osuch markierte dann bereits vier Minuten später das 2:0. Nach der Pause und bei tiefstehender Sonne sorgte dann Sven Tomelzick in der 64. Minute für das 3:0. In der 75. Minute sorgte Kevin Machado-De-Magalhaes für den 3:1-Anschlusstreffer aus Elstorfer Sicht, ehe Maximilian Schulwitz mit seinem zweiten Treffer und dem 4:1 in der 84. Minute den Sack zumachte.

„Wir haben den Gegner über die volle Distanz im Griff gehabt und mit dem Sieg eine gute Ausgangsposition für das kommende Spitzenspiel gegen D/A II geschaffen“, sagte Geils, dessen Team das Hinspiel mit 2:1 gewinnen konnte. Von Siegen kann Elstorfs Coach Hartmut Mattfeldt hingegen momentan nur träumen. Der TSV musste sich schon sieben Mal in dieser Spielzeit geschlagen geben. „So ist das eben, wenn man unten drinsteckt. Da fehlt eben auch das Glück in den entscheidenden Momenten. So haben wir zweifellos gut angefangen, hatten unsere Chancen. Doch nach dem Rückstand treffen wir eben nur den Pfosten und kassieren im Gegenzug den zweiten Treffer. Ein Unentschieden zur Pause wäre verdient gewesen. Das Tor zum 0:3 hat uns dann regelrecht das Genick gebrochen. Harsefeld war einfach gnadenlos effektiv, hat aber eindeutig viel zu hoch gewonnen. Da darf man schon enttäuscht sein“, haderte Mattfeldt nach der Partie auf dem ungeliebten Kunstrasen. Tore: 1:0 (25.) Schulwitz, 2:0 (29.) N. Osuch, 3:0 (64.) Tomelzick, 3:1 (75.) Machado-De-Magalhaes, 4:1 (84.) Schulwitz. Nächste Spiele: TSV Elstorf – TSV Ottersberg (So., 31. Oktober, 14 Uhr), D/A II – TuS Harsefeld (Sbd., 30. Oktober, 14 Uhr)

SV BW Bornreihe – SV Drochtersen/Assel II 1:1. Im Hinspiel hatte es noch einen deutlichen 5:0-Sieg für D/A II gegeben. Doch am Sonntag entpuppte sich Bornreihe als der erwartet starke Gegner, der als Tabellendritter und einziges Team noch „Blickkontakt“ zum Führungsduo hat – und am Ende blieb eine Punkteteilung beim 1:1 (1:1)-Unentschieden. Dabei war der Auftakt der durch Taktik und viel Kampf bestimmten Partie ganz nach dem Geschmack der Gäste. Denn nach einem Dribbling an der Strafraumgrenze konnte Maximilian Ney Bornreihes Keeper tunneln und bereits in der 13. Minute das 0:1 für die D/A-Reserve markieren. Doch schon in der 26. Minute konnten die Gastgeber mit einem unhaltbaren Strich in den rechten oberen Winkel das 1:1 erzielen.

„Auf dem nach den Regenfällen der vergangenen Tage tiefen Rasen war spielerisch nicht wirklich viel auszurichten“, sagte D/A-Coach Benjamin Zielke, der in der zweiten Hälfte mit Paul Meyer, Milan Schweiger und Leander Quell noch drei frische Kräfte brachte. „Aufgrund des Spielverlaufs und der Chancen nach Wiederanpfiff wären zweifellos drei Punkte drin gewesen. Aber unterm Strich muss man mit dem Unentschieden zufrieden sein“, sagte Zielke und machte dem Gegner gleichzeitig ein Kompliment: „Bornreihe hat zweifellos ein gutes Team. Immerhin wurden in den vergangenen fünf Spielen zwölf Punkte geholt. Die stehen nicht ohne Grund auf Platz drei. Wichtig für uns: Wir nehmen aus den direkten Duellen mit Bornreihe vier Punkte mit in die Aufstiegsrunde.“ Das nächste Spitzenspiel folgt am kommenden Sonnabend zu Hause gegen den TuS Harsefeld. Tore: 0:1 (13.) Ney, 1: 1 (26.). Nächstes Spiel: Drochtersen/Assel II – TuS Harsefeld (Sbd., 30. Oktober, 14 Uhr)

Qualifikationsgruppe 1

VfL Westercelle – SV Ahlerstedt/Ottendorf 1:1. Die Serie der SV Ahlerstedt/Ottendorf ist gerissen. Beim Auswärtsspiel beim VfL Westercelle musste sich A/O mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. Zuvor gewannen die Ahlerstedter fünf Spiele am Stück.

„Das war Kopfsache“, vermutet A/O-Coach Malte Bösch aufgrund des Spielmodus. Dabei begann die Begegnung für seine Mannschaft hervorragend. Corvin Höft war frei durchgebrochen und schließlich vollstreckte Marcel Brunsch einen Abpraller zur frühen Führung (9.).

Im zweiten Durchgang mussten die favorisierten Gäste aber den Ausgleich hinnehmen, Kevin Gerecke traf nach einer Umschaltsituation (65.).

„Wir wollten heute Selbstvertrauen sammeln, das hat aus unterschiedlichsten Gründen nicht geklappt“, resümiert Bösch. „Westercelle hat es gut gemacht, sie haben gut umgeschaltet. Wir hätten gerne gewonnen, müssen uns nun aber aufrichten. Nächste Woche wollen wir gegen Verden das Hinspiel vergessen machen.“ Tore: 0:1 (9.) Brunsch, 1:1 (65.) Gerecke. Nächstes Spiel: SV A/O – FC Verden (So., 31. Okt., 14 Uhr)

Sören Hüttmann schwer verletzt

Der Abstiegskampf wird für den Fußball-Landesligisten ASC Cranz-Estebrügge noch schwieriger. Spielmacher Sören Hüttmann hat sich in der vergangenen Woche im Spiel gegen den TuS Harsefeld das rechte vordere Kreuzband gerissen. Damit fällt er für den Rest der Saison aus. Hüttmann war in der vergangenen Saison der torgefährlichste Mann beim ASC und hatte großen Anteil an dem Teilerfolg, als der ASC die abgebrochene Saison als Vierter beendete. Ohne den Spielmacher ist die ASC-Mannschaft definitiv geschwächt. Der Ausfall ist kaum kompensierbar.