Leider durfte beim VfL Güldenstern Stade zu selten gejubelt werden. – Foto: Jörg Struwe

FuPa Stade Wintercheck: Landesligist VfL Güldenstern Stade

31. Januar 2022 Von Redaktion Fussballabteilung

Trainerwechsel kurz vor der Pause – Mit Teamspirit die Klasse halten

Der VfL Güldenstern Stade gehörte sicherlich zu den Enttäuschungen der bisherigen Landesligasaison. Das wissen die Verantwortlichen selber auch, mit dem Trainerwechsel nach der desolaten Heimpleite gegen Elstorf sollte die Wende eingeleitet werden. Danach stimmten die Leistungen, doch die Abstiegsrunde war nach insgesamt acht Partien ohne Sieg nicht mehr zu verhindern. Potential ist definitiv vorhanden, doch jetzt muss sich das Team zeigen. Hier sind ausführliche Antworten des Teammanagers Niels Gramkow im FuPa Stade Wintercheck.

1. Wie lange macht ihr Pause und wie sieht eure Vorbereitung aus? Gibt es besondere Highlights?

Wir sind am 25. Januar mit zwei lockeren Trainingseinheiten in die Vorbereitungsphase eingestiegen, ab dem 1. Februar wird es dann ernst. Neben einer Vielzahl von Vorbereitungsspielen, haben wir keine Highlights geplant. Die heben wir uns für die Abstiegsrunde auf, da muss jedes einzelne Spiel als Highlight von der Mannschaft angenommen werden.

2. Es gab zuletzt, vermutlich auch durch die lange Corona-Pause, deutlich mehr Verletzungen. Auch in eurem Team?

Nein, der Kreuzbandriss von Tom Sethmacher und weitere Verletzungen einzelner Spieler hatten nichts mit Corona zu tun. Natürlich sind aber immer wieder einzelne Spieler durch Impfungen, Nebenwirkungen, etc. ausgefallen. Das ging aber anderen Mannschaften nicht anders.

3. Wird sich euer Kader und/oder Trainerteam nach der Winterpause verändern?

Nach der Trennung von Dennis Mandel haben wir beschlossen, dass Matze Quadt und Dirk Dammann gemeinsam mit der Mannschaft versuchen werden, den Abstieg zu vermeiden. Tom Phillips von D/A IV hat sich uns angeschlossen. In der Vorbereitung werden sicher auch einzelne Spieler aus der 2. Herren und der U19 phasenweise dazustoßen. Der Kader ist jedoch insgesamt so aufgestellt, dass man in die jetzige Situation nicht hätte kommen müssen.

4. Bist du mit den gezeigten Leistungen deiner Mannschaft in dieser Saison zufrieden? Was muss besser werden?

Die Frage erübrigt sich in der Situation, in der wir uns befinden. In den elementar wichtigen Spielen der Hinrunde hat die Mannschaft als Gesamtes die Erwartungen auf dem Spielfeld bei weitem nicht erfüllt. Das wurde ihnen auch so gespiegelt. Trotzdem haben wir eine Mannschaft, die in sich schon zusammengewachsen ist und einen charakterfesten Kern hat. Diesen „Teamspirit“ muss jeder Einzelne jedoch nicht nur als Chance wahrnehmen, sondern ihn auch persönlich pflegen. Sollte möglichst vielen Spielern das gelingen, dann ist die Mannschaft auf jeden Fall in der Lage, in der Zukunft positive Zeichen zu setzen.

5. Welcher Gegner hat dich in dieser Spielzeit bislang am meisten überrascht, egal ob positiv oder negativ?

Ich persönlich gucke nicht auf andere Mannschaften, sondern nur auf unsere. Das war schon Überraschung genug.

6. Welches war das bemerkenswerteste oder positivste Spiel im bisherigen Saisonverlauf und warum?

In Bornreihe, in Harsefeld oder auch in Drochtersen haben viele Spieler gezeigt, zu was sie mit der nötigen Einstellung und mit gegenseitiger Unterstützung in der Lage sind.

7. Was war in der Vorrunde die originellste Trainingsabsage?

Es ist nicht meine Aufgabe, Trainingsabsagen nach Originalität zu bewerten. Nur so viel, es gab sie bei uns natürlich auch und ist leider immer auch ein persönliches Zeichen an die eigene Mannschaft.

8. Wer wird Meister in eurer Liga und warum?

Das interessiert mich ziemlich wenig und damit beschäftige ich mich auch nicht. Wenn ich es jemandem wünschen würde, nimmt man natürlich die Mannschaft, zu der man den größten persönlichen Bezug hat. Mit Martin König habe ich jahrelang zusammengearbeitet, Jannik Peters hat uns in die Landesliga geschossen. Also gönne ich es A/O.

9. Wie siehst du die Entwicklung im Profifußball? Sollten sich auch unsere deutschen Clubs „kaufen“ lassen?

Ich persönlich kann dem gesamten Profifußball nichts mehr abgewinnen und interessiert mich auch nicht mehr dafür. Die Summen, die im Umlauf sind, die wahrnehmbare Mentalität vieler Akteure und diese Vielzahl von einzelnen „Ich-AG`s“ mit immer weniger werdendem Bezug zur Realität nerven nur noch. Aus meiner Sicht sollte die Situation um Max Eberl einen Anstoß zum Nachdenken geben. Als Vorbild für den Amateurfußball hat der Profifußball längst ausgedient.

Quelle: FuPa/von Michael Brunsch