Landesliga Lüneburg: Stade mit Big Points

11. April 2022 Von Redaktion Fussballabteilung

Abstiegsrunde

In der Abstiegsrunde feierte der VfL Güldenstern Stade einen wichtigen Sieg.

VfL Westercelle – ASC Cranz-Estebrügge 5:0. Die Altländer waren als klarer Underdog beim VfL Westercelle angetreten und kamen aus dieser Rolle auch nicht heraus. Insbesondere der frühe Gegentreffer machte Estebrügge einen Strich durch die Rechnung.

Die Gäste gaben Westercelle im Mittelfeld zu wenig Druck, sodass der VfL nach einem Steckpass frei vor Mark Osnowski auftauchte. Der ASC-Keeper, der in der kommenden Spielzeit zum Landesliga-Konkurrenten A/O wechselt, blieb zwar zunächst Sieger, doch dann wuchtete Kevin Gerecke im Nachschuss ein (4.).

Nach einer Umschaltsituation war Nils Wittenberg auf dem rechten Flügel abseitsverdächtig durchgebrochen, der Angreifer wurde dann ungestüm zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte schließlich selbst (19.). Weil Tim Runge kurz vor und nach der Pause traf (42., 50.) war die Partie entschieden, auf die Wittenberg dann den Deckel draufmachte (57.). Für den ASC stehen in den folgenden Wochen zwei Endspiele gegen Teutonia Uelzen an, bei dem er nur mit der vollen Punktausbeute weiter auf den Klassenerhalt hoffen darf. Tore: 1:0 (4.) Gerecke, 2:0 (19., Elfm.) Wittenberg, 3:0 und 4:0 (42., 50.) beide Runge, 5:0 (57.) Wittenberg. Nächstes Spiel: SV Teutonia Uelze – ASC Cranz-Estebrügge (Sbd., 16.4., 15 Uhr)

TSV Gellersen – VfL Güldenstern Stade 2:3. Der VfL Güldenstern Stade hat die nächsten Big Points im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Obwohl die Kreisstädter früh durch einen Strafstoß von Marcel Wulf ins Hintertreffen gerieten (7.), fanden sie die passenden Antworten.

Nach zwei Eckbällen von Philipp Aue waren es jeweils Jannik Holthusen (18.) und Nils von Salzen (21.), die die Partie mit ihren Toren in wenigen Minuten drehten. Nachdem der doppelte Vorlagengeber Aue sich dann auch noch selbst in die Torschützenliste eintrug (78.), wurden die Gäste ein wenig nachlässig. Nachdem Robin Meyer für Gellersen verkürzte (89.), musste der VfL Güldenstern noch schwierige Schlussminuten überstehen, ehe der erlösende Schlusspfiff ertönte.

„Das war von uns heute eher Abstiegskampf, den wir aber auch wollten und gebraucht haben“, sagt VfL-Teammanager Dirk Dammann. „Beim 2:3 waren wir nicht wach, in der Phase haben wir es nicht mehr gut gemacht. Deswegen wurde es noch mal eng. Es sind noch einige Punkte zu vergeben, für uns ist jedes Spiel wichtig.“ Tore: 1:0 (7.) Wulf, 1:1 (18.) Holthusen, 1:2 (21.) von Salzen, 1:3 (77.) Aue, 2:3 (89.) Meyer. Nächstes Spiel: VfL Güldenstern Stade – VfL Westercelle (24.4., 15 Uhr).

Die SV Ahlerstedt/Ottendorf hat in der Meisterrunde der Fußball-Landesliga Lüneburg einen Kantersieg eingefahren gegen den langjährigen A/O-Trainer Hartmut Mattfeldt und seinem TSV Elstorf. Der TuS Harsefeld musste seine zweite Niederlage einstecken.

Aufstiegsrunde

SV Ahlerstedt/Ottendorf – TSV Elstorf 6:1. Das Ergebnis täuscht ein wenig über den Spielverlauf hinweg, denn der TSV Elstorf trat sehr diszipliniert beim Tabellenführer der Aufstiegsrunde an. Im ersten Durchgang verteidigten die Gäste sehr tief und waren bemüht, den Ahlerstedtern nur wenig Raum zu geben. Dennoch gelang es dem Favoriten über seine individuelle Qualität durch Malcolm Brunkhorst (29.) und Corvin Höft (39.) in Führung zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel veränderten die Elstorfer ihre Herangehensweise und liefen A/O aggressiv an. Der Mut der Mannschaft von Hartmut Mattfeldt, der an seine langjährige Wirkungsstätte zurückkehrte, wurde mit dem Anschlusstreffer von Fynn Linzer belohnt, der den Underdog kurz an einem Achtungserfolg schnuppern ließ (60.).

„In der folgenden Viertelstunde“, betont Mattfeldt, „hätten wir auch den Ausgleich machen können.“ Stattdessen war es Doppelpacker Brunkhorst (73.), der die Hoffnungen der Gäste zerstörte und seinem Team gegenüber der patzenden Konkurrenz einen wichtigen Dreier sichert.

„Elstorf hat uns das Leben schwer gemacht“, sagt A/O-Trainer Malte Bösch. „Als sie uns mehr unter Druck gesetzt haben, haben wir nicht den richtigen Punch gefunden. Das dritte und vierte Tor war für uns der Dosenöffner.“ Ein Sonntagsschuss von Jannik Peters entschied das Geschehen (82.), ehe Darvin Stüve (84.) und Thore Nissen noch nachlegten (88.). „Die Höhe des Ergebnisses ärgert mich schon, weil es dem Spielverlauf in keinem Fall entspricht“, resümiert Mattfeldt. „Wir wurden heute unter Wert geschlagen.“ Tore: 1:0 (29.) Brunkhorst, 2:0 (39.) Höft, 2:1 (60.) Linzer, 3:1 (73.) Brunkhorst, 4:1 (82.) Peters, 5:1 (84.) Stüve, 6:1 (88) T. Nissen. Nächste Spiele: FC Verden 04 – TSV Elstorf (Sa., 16.4., 14 Uhr); SV Drochtersen/Assel II – SV Ahlerstedt/Ottendorf (24.4., 15 Uhr)

FC Verden 04 – TuS Harsefeld 1:0. Große Enttäuschung beim TuS Harsefeld. Im Verfolger-Duell der Aufstiegsrunde war der TuS im ersten Durchgang die aktivere Mannschaft und erspielte sich auch gute Möglichkeiten. „Es war aber immer wieder ein Bein dazwischen oder der Torwart hat gut gehalten“, haderte TuS-Coach Julian Geils.

Seine Schützlinge kombinierten gut, konnten nach einigen Covid-Infektionen den Einsatz nicht über die volle Spielzeit hochhalten. In das sonst so sichere Spiel der Harsefelder schlichen sich deutlich mehr Fehler ein, die Verden in die Karten spielte.

Der FCV schlug schließlich selbst über eine Umschaltsituation zu, bei der sie nach Balleroberung einen feinen Spielzug aufführten, den Thomas Celik vollendete (58.). Anschließend war der Geils-Elf ihr Bemühen nicht abzusprechen, dennoch fehlte ihr neben der Sauberkeit im Passspiel auch die finale Durchschlagskraft.

„Wir haben es bis zum Ende versucht, haben es dann aber nicht mehr gut gespielt“, erklärt Geils. „Wir müssen uns aber vor allem fragen, warum wir das 1:0 nicht erzwingen konnten.“ Noch bitterer: In der Schlussphase sah Florian Nagel für eine Tätlichkeit die Rote Karte (84.), dann musste auch noch Kapitän Danny Berner mit einer Ampelkarte vom Feld (90.). Tor: 1:0 (58.) Celik. Nächstes Spiel: TuS Harsefeld – TSV Etelsen (Do., 14.4., 20 Uhr).

Quelle: Stader Tageblatt