Ausbildungskonzept

Torhüterausbildungskonzept VfL Güldenstern Stade (Kurzfassung)

Der Torwart* hat seit seiner Existenz im Fußball immer eine besondere Rolle eingenommen. Das moderne Torwartspiel verlangt inzwischen mehr denn je eine qualifizierte und umfassende Ausbildung, um den Ansprüchen, die an Torhüter gestellt werden, gerecht zu werden. Auch wenn die Anforderungen von spielerischen Fähig- und Fertigkeiten an Torhüter in den letzten Jahrzehnten immer mehr zugenommen haben, halten wir an dem Begriff des Torhüters (im Gegensatz zum häufig verwendeten „Torspieler“) fest, da die Hauptaufgabe des Torhüters nach wie vor das Verhindern von Toren durch die Verteidigung des Tores und des Torraumes ist.

Der VfL Güldenstern Stade hat die Notwendigkeit einer speziellen Ausbildung für Torhüter erkannt und trainiert seine Torhüter bereits seit 2012 von der E-Jugend bis zur A-Jugend nach den jeweils aktuellen Standards, mit geschulten Torwarttrainern und professionellem Übungsmaterial. Unser Ziel ist es, jedem Torhüter Freude an seiner Position in der Mannschaft zu vermitteln und ihm die Möglichkeit zu geben, sich stetig zu verbessern.

Das Ausbildungskonzept ist ein verbindlicher Leitfaden für unsere Torwarttrainer. Er ist eingebettet in das Leitbild des VfL Güldenstern Stade.

Nachfolgend wird unser Torhüterausbildungskonzept in einer Kurzfassung wiedergegeben:

Grundsätze

  • Torwarttraining verlangt klar formulierte kurz-, mittel- und langfristige Ziele.
  • Ziele müssen konkret formuliert, realistisch (auf die Altersgruppe abgestimmt), von den Torhütern akzeptiert und messbar sein. Sie sind in einen zeitlichen Rahmen (Trainingseinheit – Saisonziele) einzupassen.
  • Ziele müssen sich an der Person des Torhüters, seinen individuellen Fähigkeiten, mentalen Stärken und Schwächen orientieren.
  • Der Torwarttrainer ist positives Vorbild für den Torhüter.

Ausbildungsziele

  • Zielverteidigung
  • Raumverteidigung
  • 1 gegen Torwart
  • Spieleröffnung

Ausbildungsziele Technik und Persönlichkeit

  • Perfektes Beherrschen aller spielrelevanten Torhütertechniken
  • Optimales Stellungsspiel bei Torschüssen, Flanken und Standardsituationen
  • Beidfüßigkeit
  • Sicheres Verarbeiten und Weiterleiten von Rückpässen
  • Optimale Spielübersicht, Dirigieren der Hintermannschaft
  • Situationen schnell erkennen und richtig lösen
  • Schnelles Umschalten
  • Körperliche Fitness
  • Konzentrationsvermögen
  • Selbstvertrauen und Mut
  • absoluter Leistungswille

Trainingsarten

  • Gruppentraining (Techniktraining)
  • Einzeltraining (detailliertes Techniktraining)
  • Mannschaftstraining (Training unter realistischen Spielbedingungen)
  • Athletiktraining (u.a. Schnelligkeit, Koordination, Explosivität)
  • psychologisches Training (mentale Stärke, Umgang mit Fehlern)
  • Spielbeobachtung (Nachbesprechung)

Ausbildungsstufen

  1. Grundlagenbereich (U10/U11)

Spielerische Heranführung an das Torwartspiel. Kindgerechtes Training der  Grundtechniken, koordinativer Elemente (Gewandtheit, Beweglichkeit), Beidfüßigkeit, Grundlagen des Stellungsspiels.

  1. Aufbaubereich (U12 – U15)

Vertiefung des Grundlagenbereiches (z. B. Übergreifen) und Ergänzung um altersangemessene konditionelle (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit) und taktische Elemente.

  1. Leistungsbereich (U16 – U19)

Der Focus liegt auf den koordinativen, konditionellen und taktischen Anforderungen sowie der mentalen/psychologischen Festigung. Die Grundtechniken werden als grundsätzlich beherrscht vorausgesetzt. Fehlerbehebungen sollen hier nur noch im Detail stattfinden.

Erfolgskontrolle

– Training ist ein Lernprozess, an dem der Torwarttrainer und der Torhüter im Dialog miteinander beteiligt sind.

– der Entwicklungsprozess wird in regelmäßigen Entwicklungs- und Fördergesprächen mit dem Torhüter auf der Grundlage von Eigenbewertungen, Bewertungsbögen und – sofern möglich – durch Videoanalysen festgehalten.

– Mannschaftstrainer und Torwarttrainer besprechen die Entwicklung der Torhüter regelmäßig.

– auf der Grundlage der individuellen Bewertung werden individuelle Ziele vereinbart.

*Wir verwenden zur besseren Lesbarkeit die männliche Form. Selbstverständlich gilt das Ausbildungskonzept auch für unsere Torhüterinnen.

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